Homeoffice Adé ?

Abschied vom Homeoffice. Lange galt IBM als ein Vorreiter der Personalführung und Unternehmensentwicklung. Der Konzern war einer der ersten, der das innovative Arbeitskonzept der Heimarbeit in den Achtzigern und Neunzigern einführte.

Agil für Mitarbeiter und preiswert für das Unternehmen. Nun wird die Arbeit von zu Hause eingestellt. 2600 Mitarbeiter der Marketingabteilung kehren in die Büros an die sechs zentralen Standorte in den USA zurück. Weitere Abteilungen sollen folgen.
Waren es im Jahr 2009 noch annähernd vierzig Prozent der 386.000 Mitarbeiter, die zum Teil von zu Hause arbeiteten, so liegt heute der Fokus auf der Arbeit im Büro an kreativen Arbeitsplätzen. Mitarbeiter sollen im Büro zusammen kommen und sich einander inspirieren. Das Marketing-Team wird in wenigen Niederlassungen konzentriert werden. Damit soll sich die Performance des IBM-Vertriebs verbessern, erwartet Marketing-Chefin Michelle Peluso, die in einer Videobotschaft die Neuigkeiten Ihren Mitarbeitern erklärte.
Der Softwarekonzern konnte in der Vergangenheit, laut eigenen Angaben, durch die Verkleinerung der Büros jedes Jahr 100 Millionen Dollar sparen. Der Umsatz pro Jahr und Mitarbeiter liegt hingegen bei nur 200.00 Dollar. Vergleichbare Konzerne wie Apple oder Facebook generieren bis zu zwei Millionen Dollar pro Jahr und Mitarbeiter. Ein neuer Ansatz der Unternehmensentwicklung war gefragt.
Homeoffice ist eine überholte Strategie, rumort es gegenwärtig in den Kreisen der Personaler und der Unternehmensentwicklung. Teamgeist und Innovation sollen vor Ort im Firmengebäude gestärkt werden. Der Schlüssel für Innovation sei die direkte und persönliche Art der Zusammenarbeit. Der Effekt, dass sich Mitarbeiter im Büro, in der Küche, der Kantine oder im Aufzug treffen und über ihre aktuellen Geschehnisse plaudern, sei kaum überzubewerten.