New Work – Der Arbeitsplatz der Zukunft

Die Welt befindet sich in einer anhaltenden Entwicklung. Die immer weiter wachsende Mobilität und Vernetzung der Menschen hat auch in der Wirtschaft zu Veränderungen geführt. Mit dem technischen Fortschritt wurde die digitale Umstrukturierung von Unternehmen angekurbelt (siehe auch Industrie 4.0 – Die Digitalisierung von Unternehmen ). Aber nicht nur die unternehmerischen Arbeitsprozesse durchlaufen eine Transformation. Auch die Arbeitsbedingungen und der Arbeitsplatz erfahren einen stetigen Wandel. Im folgenden Artikel werden die Schlüsselfaktoren von New Work – dem Arbeitsplatz von morgen – beleuchtet und wie sich diese aus Arbeitergeber- und Arbeitnehmersicht zusammensetzen. 

Mobilität und Flexibilität

Insbesondere im Büroalltag setzen die Mitarbeiter neue Maßstäbe in Bezug auf ihren Arbeitsplatz. Das Konzept des Homeoffice ist nach wie vor ein großes Thema in den Unternehmen. Mit dem Laptop am eigenen Schreibtisch arbeiten und während Telefonkonferenzen entspannt auf dem Sofa im Wohnzimmer sitzen. Für viele Mitarbeiter wäre dieser Arbeitsalltag erstrebenswert. In einer aktuellen Umfrage gaben 62% Prozent der Befragten an, dass sie gerne ganz oder zu mindestens einige Tage der Woche von zu Hause aus arbeiten wollen würden. Durch die gewonnene Flexibilität wird dem Arbeitnehmer ermöglicht, die Work-Life-Balance zu verbessern. So werden Problemthemen wie Pendlerzeiten und die Kinderbetreuung durch die gewonnene Flexibilität um einiges erleichtert.

Das Homeoffice bietet jedoch auch für den Arbeitgeber erhebliche Vorteile. Kostenersparnisse durch geteilte Schreibtische und geringere Büroflächen machen die Heimarbeit durchaus attraktiv. Jedoch hemmt die Angst vor dem Kontrollverlust viele Unternehmer, das Homeoffice anzubieten. Dabei ermöglichen moderne Technologien eine einfache Zeiterfassung der in der Heimarbeit getätigten Aufgaben.

Technologie

Die Digitalisierung ist auch in der Arbeitswelt angekommen. Modernste Technik gilt als essentiell für den Arbeitsplatz der Zukunft. Sowohl die vereinfachte Kommunikation der Mitarbeiter untereinander, als auch die direkten Arbeitsprozesse sollten durch die richtige Technologie ermöglicht werden. Auch aus Arbeitgebersicht ist eine adäquate technische Ausstattung der Arbeitsplätze notwendig, da nur so eine effiziente und effektive Arbeitsweise gewährleistet werden kann.

Das Arbeitsumfeld

Graue, dunkle und laute Großraumbüros gehören lange der Vergangenheit an. Der New Work Arbeitsplatz bietet Platz für die freie Entfaltung und zum Nachdenken. Thinking and Creativity Rooms sollen Innovationsdenken und die Ideenbildung anregen. In diesen Oasen der Ruhe und Kreativität können Mitarbeiter einzeln oder in Teams zu verschiedenen Projekten brainstormen, Ideen besprechen und ihrer Kreativität freien lauf lassen. Aber auch andere Mitarbeiter-Goodies wie gemeinsame Firmenlunchs, Teamtage und Innovationsworkshops gehören zu den nachgefragten Arbeitsbedingungen. Von diesem Konzept profitiert auch der Arbeitgeber. Der Wandel vom ‚Ihr‘ zum ‚Wir‘ unterstützt den Austausch der Mitarbeiter untereinander sowie zur Geschäftsleitung. Zu dem wird eine schnellere Problemlösung ermöglicht und die allgemeine Unternehmenskommunikation verbessert.

Kompetenzen

Neben den Hardfacts gibt es auch verschiedenen Ansprüche bezüglich der Softfacts. Vor allem Kommunikationsstärke, Teamentwicklung und Flexibilität sind die wichtigen Kompetenzen, aus Sicht der Unternehmen, über die eine Führungskraft des Arbeitsplatzes der Zukunft verfügen muss. Mitarbeiter sehen dieses Ranking sehr ähnlich. Jedoch ist aus Arbeitnehmersicht die Mitarbeiterorientierung eine weitere Fähigkeit, welche eine Führungskraft mitbringen sollte.

Der Weg in eine neue Arbeitswelt ist somit sowohl auf der Unternehmens- als auch auf der Mitarbeiterseite von einem Wandel begleitet. Diese Veränderungen benötigen ein konsequentes Informations- und Integrationsmanagement, damit sowohl die bisherigen Generationen als auch die New-Work- Generation bei diesem Prozess miteinbezogen sind.

Autorin: Julia Neumann, Berlin, den 11. Januar 2018

 

Beitragsbild: pixabay.com